PreSonus veröffentlicht Studio One 5.5

PreSonus veröffentlichte soeben mit Studio One 5.5 ein neues Major Update mit vielen neuen Funktionen. Hauptsächlich modernisiert PreSonus die Projektseite für das Mastering. Aber auch einige neue Features für die Producer hält Studio One 5.5 bereit.

Automation für die Mastering-Projekt-Seite

Die Automatisierung auf der Projektseite ist ein Feature, welches von vielen Mastering Engineers sehr lange gewünscht wurde. Es erhält nun Einzug in Studio One 5.5.
Mit dieser neuen Funktion kannst Du die Spur- und Master-Lautstärke sowie alle Plug-in-Parameter automatisieren, entweder in Echtzeit mit der Maus oder einem Hardware-Controller oder mit den bekannten Werkzeugen, einschließlich des leistungsstarken Malwerkzeugs mit seinen acht verschiedenen Modi. Einmal erstellte Automationsdaten können auf verschiedene Weise modifiziert werden, z. B. mit dem nützlichen Klammerwerkzeug, dem Transformationswerkzeug oder durch direkte Bearbeitung der Form von Automationslinien und -kurven mit dem Pfeilwerkzeug. Das Hinzufügen einer Automationslinie für einen bestimmten Plug-in-Parameter ist mit zwei Mausklicks erledigt. Die Automation ist für einzelne Spuren und die Master-Lautstärke sowie für alle Plug-Ins mit Insert-Effekten auf der Spur oder auf dem Master-Bus verfügbar.

Clip Gain Envelopes auf der Projektseite

Die Clip-Gain-Hüllkurven sind jetzt auf der Projektseite verfügbar, sodass man
Gain-Probleme beim Mastering ohne Dynamik-Plug-Ins präzise korrigieren kann.
Clip-Gain-Hüllkurven sind das perfekte Werkzeug, um zu laute oder zu leise Abschnitte im Audiomaterial zu korrigieren, ohne dass ein Kompressor- oder Limiter-Plug-In eingesetzt werden muss. Clip-Gain-Hüllkurven sind samplegenau, so dass man diese zur Korrektur von ganzen Voiceover-Takes bis hin zu einzelnen Klicks und Knackser im Mastering verwenden kann.

Listen Bus auf der Projektseite

Der Listen Bus ist jetzt ebenfalls auf der Projektseite verfügbar und ermöglicht es über einen separaten Ausgang mit separaten Effekten abzuhören, während der Master-Ausgang davon unberührt bleibt. Auf diese Weise kannst Du beim Mastern gängige Raumkorrektur-Plug-ins wie Sonarworks Reference oder Kopfhörer-Monitoring-Tools wie Waves Abbey Road Studio verwenden, ohne diese in die Export-Signalausgabe einzubinden.

Spurtranformation für das Mastering

Die Spurtransformation ist jetzt sowohl auf der Projektseite als auch auf der Songseite verfügbar. Mit Track Transform kannst Du gerenderte Dateien deines gemasterten Tracks erstellen, wobei alle Insert-Effekte und Automationsparameter in die Datei geprintet werden – reversibel und nicht-destruktiv. Auf diese Weise kannst Du die für deine Session die benötigte Rechenleistung reduzieren, ohne sich dauerhaft auf eine Mastering-Entscheidung festzulegen.

Multi-Export des Mastering-Projektes in digitale Formate

Das Fenster “Digitale Freigabe” auf der Projektseite enthält jetzt eine Liste der verfügbaren Audioformate, die in einem einzigen Durchgang exportiert werden können – und das sogar ohne zusätzliche Rendering-Zeit! Jedes Format merkt sich seine eigenen Exporteinstellungen, sodass Du das gemasterte Album gleichzeitig in hochauflösendem 24-Bit/96kHz-WAV und AAC für das Streaming exportieren kannst.

Streaming Ready Mastering

Mit den neuen Loudness-Optionen im Fenster “Digitale Freigabe” auf der Projektseite kannst Du beim Export Zielwerte für die Lautheit und den True Peak festlegen. Wähle einfach aus einer Liste gängiger Voreinstellungen für die Ziellautstärke aus und lasse Studio One die Werte festlegen. Es sind Voreinstellungen für alle wichtigen Streaming-Dienste enthalten – von Apple Music über Spotify bis hin zu YouTube.

Neue Dithering Algorithmen

Studio One 5.5 verfügt über einen neuen, proprietären, speziell entwickelten Dithering-Algorithmus, der Konvertierungsartefakte minimiert und Low-Level-Signale bewahrt. Er wurde durch die alte Dithering Funktion ersetzt.

Dithering dient dazu, die harsch klingende Abschneideverzerrung zu verhindern, die sonst bei der Konvertierung digitaler Audiodaten von einem hochauflösenden Format (z. B. einer 32-Bit-Float-.WAV-Datei) in ein niedriger aufgelöstes Format (z. B. eine 16-Bit-.MP3-Datei) entstehen.

Drag & Drop MIDI to Chord Track

Jede MIDI-Datei kann jetzt direkt auf die Akkordspur gezogen werden, um Akkorde zu extrahieren. Dies funktioniert mit jeder MID-Datei, einschließlich MIDI-Akkordpaketen oder Songs im Standard-MIDI-Dateiformat. Darüber hinaus funktioniert die Akkorderkennung von Studio One sowohl mit Audio- als auch mit Instrumenten-Events.

Strum Pattern by Dragging Notes

Du kannst jetzt ein Strum-Pattern manuell erstellen, indem Du die Noten-Events in einem ausgewählten Akkord ziehst, während Du die Modifizierungstasten [Cmd+Opt] / [Ctrl+Alt] gedrückt hältst. Die Noten werden an ihrer vertikalen Position (Tonhöhe) fixiert und ihre horizontale Position wird zwischen dem Startpunkt des Ziehens und der Position der gezogenen Note so verteilt, dass Du mit einer einzigen Bewegung Akkorde erzeugen kannst.

Weitere neue Features in Studio One 5.5

  • Automation included in Mix Scenes
  • Plug-in Nap available on a per-plug-in basis
  • Copy / Paste / Swap pads from any bank in Impact XT
  • ATOM-series controllers now control sample edit parameters in Impact XT and Sample One
  • Draw vertical stack of notes
  • Support for Steinberg CC121 controller
  • Support for Tascam Model 12 mixer
  • Import/Export support for Opus audio file format
  • Plug-in list now available in Diagnostics Report
  • Display plug-in name and position on automation tracks
  • Chord Selector had three more intervals: 2|9, Flat-5, and Sharp-5

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